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Entwicklung der Grubenwehr Ilmenau
Im Jahre 1949 wurde von der damaligen Wirtschaftskommision in der sowj. Besatzungszone, dem Ministerium für Industrie - Hauptabteilung Kohle eine Anordnung über das Grubenwehr- Rettungswesen erlassen. Diese Anordnung wurde in der Folgezeit mehrfach durch neue Rechtsvorschriften ersetzt. Das Grubenrettungswesen umfaßte zum damaligen Zeitpunkt schon die noch gültigen Grundsätze:
  1. Menschen retten
  2. Verunglückte bergen
  3. Betriebsanlagen sowie Einrichtungen schützen
  4. Die Fortführung der Produktion sichern.
Mit den oben genannten Verordnungen wurde im Ilmenauer Bergrevier erstmals ein organisierter und wirksamer Schutz bei Unglücken und Katastrophen geschaffen. Das Werk Ilmenau bestand zum damaligen Zeitpunkt aus der Werksabteilung Ilmenau (Schortetal) und der Werksabteilung Gehren (Schobsetal). Im Jahre 1951 wurden erstmalig vier sogenannte "ortskundige" Wehrmänner in Sondershausen ausgebildet. Diese ortskundigen Wehrmänner hatten die Aufgabe im Havariefall oder bei der Durchführung von Rettungswerken als Führer für die ortsfremden Wehrmitglieder der hilfeleistenden Wehren zu fungieren. Mit Errichtung der Grubenrettungsstelle an der Zentralanlage, wurde eine eigene Grubenwehr mit einer Wehrstärke von 15 Wehrmitgliedern aufgestellt. Zur Betreuung der Rettungstelle wurde ein ehrenamtlicher Oberführer und ein Gerätewart berufen. In der Folgezeit wurde die Wehrstärke systematisch auf 30 Wehrmänner aufgestockt. 1976 wurde die Rettungsstelle modernisiert und vergrößert. Die Grubenwehr entspricht auch heute noch den gewachsenen Anforderungen an das Grubenrettungswesen. Die Grubenwehr unseres Werkes verfügte über 30 gerätetaugliche Wehrmitglieder, einem hauptamtlichen Oberführer und einem Gerätewart. Zur Konzentration der Grubenwehrmitglieder und gleichzeitig zur Erfüllung von sozialpolitischen Maßnahmen für unsere Bergleute, wurde in Gehren an der ehem. Schleiflochmühle ein Wohnblock mit 12 Wohneinheiten errichtet. Hier wohnten 12 Grubenwehrmitglieder mit Ihren Familien. Im Notfall sind diese Wehrmitglieder über eine zentrale Alarmierung sofort erreichbar und innerhalb kürzester Zeit im Betrieb.
 
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