Es erscheint uns angebracht diese Firma zu erwähnen, da sie einen Anteil an der Gesamtentwicklung des Flußspatbergbaues auf dem Floßberggangzug hatte.
Am 24. Oktober 1932 kam ein Pachtvertrag der Firma Oskar Messerschmidt & Friedrich Schumm als Pächter des Grubenfeldes Pluto, mit dem Land Thüringen als Verpächter zustande.
Bei Übernahme des Grubenfeldes Pluto bestanden folgende Gruben:
Pluto 1
Pluto 2
Wilhelm Stollen (später umbenannt Pluto 3)
Deutscher Kaiser 1
Deutscher Kaiser 2
Oscar Stollen
Stollen am oberen Tannenweg (ein Name ist nirgends ersichtlich)
Ab 1934 wurde der Neue Stollen (später Brüderstollen genannt) aufgefahren. Eine Aufbereitung wurde am Grenzhammer (ehem. Eisengießerei Röhr ) errichtet.
Am 04. November 1935 gründeten die vier Brüder die Firma Gebr. Messerschmidt. 1937 kaufte man das Grubenfeld Prinz Carl 2 von der in Auflösung befindlichen Gewerkschaft Prinz Carl. Dieses Grubenfeld enthielt folgende Gruben:
Prinz Carl
Prinz Carl 1
Fürst Carl Günther
Morgensonne
und einen Teil Deutscher Kaiser.
Zu dieser Zeit beschäftigte diese Unternehmen ca. 30 Arbeiter.
1940 wurde die Aufbereitung vom Grenzhammer nach Langewiesen verlegt.
1943 wurde mit dem Auffahren des Großen Stollen (später Schortetal-Stollen) begonnen.
1945 kam der gesamte Grubenbetrieb zum Erliegen. Nach der Neuordnung der Wirtschaft wurde der Firma Gebr. Messerschmidt weiterhin das Gewinnungsrecht auf dem Grubenfeld Pluto bis auf die Teufe der Schortetalsohle zugesprochen. Eine Vereinigung mit der Firma Steine und Erden wurde von den Besitzern ausgeschlagen.
Mitte der 60-er Jahre waren die Vorkommen ziemlich erschöpft.
1971 wurde von der Firma Gebr. Messerschmidt die Schließung der Grube endgültig bekanntgegeben.