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Neuer Anfang - Gewinnungsperiode ab 1945
Der Betrieb kam ab 1945 in Treuhand mit dem Namen "Steine Erden" Als Betriebsleiter wurde Willy Schneider aus Oehrenstock eingesetzt. Am 19. September 1947 schrieb Ing. Heisler über eine Vereinigung der Betriebe zwecks wirtschaftlicher Gestaltung des Abbaues: Fluß- und Schwerspat sind in dem Gesetz zur Übernahme der Bodenschätze durch das Land Thüringen vom Juni 1945 nicht erfaßt. Das Werk Gehren ist landeseigen - Gebr. Messerschmidt, Langewiesen Privatbesitz - während Steine und Erden, Ilmenau unter Sequester steht. Die Notwendigkeit des Zusammenschlusses ist von allen drei Werken erkannt. Die Lösung des Vorkommens wurden Seitens der drei verschiedenen Besitzer gleichlaufende Stollen aufgefahren. Stahlfördergerüst des Schorteschachtes vor dem Bau der Schachtbunkeranlage Die oberen Partien sind fast durchweg abgebaut, so daß das Vorkommen in größerer Teufe erschlossen werden muß. Hierbei läßt sich durch gemeinschaftliche Planung die zukünftige Ausrichtung wesentlich wirtschaftlicher gestalten. Auch die Frage der Aufbereitung erfordert zwecks Verwertung der z.Zt. abgebauten Flußspates die Investition größerer Summen, die ein einzelnes Werk allein nicht tragen kann. Drei Fragen stehen dabei im Vordergrund: a) Aus- und Vorrichtung b) Förderung c) Aufbereitung zu a) Aus- und Vorrichtung Es kommen für die Aus- und Vorrichtung folgende Arbeiten, in zeitlicher Folge aufgeführt, in Betracht.
  1. Abteufen des bereits 28 m tiefen Schorte-Schachtes auf 38 m und 100 m Richtstrecke.
  2. Vortreiben des Volle-Rose-Stollens zur Erschließung des Feldes Morgensonne und zur späteren Wasserlösung des Gehrener Feldes.
  3. Auffahren eines Wetterüberhaues zum Prinz-Carl-Stollen zur Bewetterung.
  4. Auffahren eines Verbindungsquerschlages nach dem Nebengang (Pluto)
  5. Tieferteufen des Schorte-Schachtes und Einrichten der 70 m Sohle.
  6. Auffahren eines Querschlages nach dem Begleitgang auf der 38 m Sohle des Schorte-Schachtes.
  7. Verlängerung der Richtstrecke des Volle-Rose-Stollens und evtl. Anlage eines Schachtes bzw. Blindschachtes im Schobsetal.
zu b) Förderung Legt man für die Höhe der Förderung den Durchschnitt der Jahre 1937 - 1942 zugrunde, so ist mit folgenden Monatsmengen Rohspat zu rechnen:
     
    Jahresförderung Monatsförderung
    Ilmenau 6.000 t 500 t
    Langewiesen 2.500 t 200 t
    Gehren 3.500 t 300 t
zu c) Aufbereitung Zur Frage der Aufbereitung ist zunächst zu klären, in wieweit sich Fluß- und Schwerspat durch Flotation wirtschaftlicher trennen läßt. Die Ergebnisse der Untersuchungen würden dann die Frage des Baues einer Flotation entscheiden, die auch für die Veredlung der Produktion erwünscht wäre. Der Schorte-Schacht wurde 1949 - 1950 bis auf 45 m Teufe niedergebracht. Die erste Tiefbausohle wurde nicht im Gang, sondern 30 - 40 m parallel im Hangenden des Ganges aufgefahren. Damit man sich nicht zu weit vom Gang entfernt, bzw. sich ihm nähert und die Mächtigkeit des Ganges feststellen kann, fuhr man in Abständen von 30 - 50 m Querschlage auf. Es wäre bequemer eine Gangstrecke zu fahren wie man es mit dem Volle-Rose-Stollen getan hat. Dies hat aber den Nachteil, daß diese Förderstrecke ausgebaut werden müßte. Beim Gewinnen des Flußspates wäre es dann ebenfalls erforderlich, eine Schwebe über der Strecke stehen zu lassen, da sonst der Versatz unter Schwierigkeiten eingebracht werden könnte. Die Richtstrecke dient demzufolge der Vergrößerung der Abbaukapazität. Die Förderung der Hunte zum Schacht war bis 1953 Handförderung, die durch Förderleute (Schlepper) durchgeführt wurde. Ab 1953 wurde mit der Lokförderung begonnen. In dieses Jahr fällt auch der Zusammenschluß der beiden Flußspatgruben Ilmenau und Gehren. Ein Zusammenschluß mit der Firma Gebrüder Messerschmidt kam nicht zustande, diese blieb weiterhin in Privatbesitz.
 
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