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Aus der Chronik der Bautsteine Erden GmbH Salzgitter
Eine bergmännische Aufgabe stellte die Bereitstellung von 1500 t/Monat Flußspat dar. Im Amt für Deutsche Roh- und Werkstoffe war gerade eine große Aktion für die technische und wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Flußspatbergbaues Tagesanlage der Gruben im Schortetal abgeschlossen worden, als der völlig neue Bedarf der Reichswerke akut wurde. Als höffiges Gebiet wurde die große Randverwerfung des Thüringer Waldes ins Auge gefaßt. Dort hatte man östlich von Ilmenau Flußspat in Mächtigkeiten bis zu 22 m in früheren Jahren angetroffen. Von den I.G. Bergwerken Halle/Saale erwarben wir im Frühjahr 1938 die Grube "Prinz Carl" mit Grundstücken, Aufbereitungsgebäude und einem schönen alten Wohnhaus, in dem sich schon der Geheime Rat von Goethe mit Frau von Stein getroffen hatte. Ein Wassereinbruch hatte der großen Braunkohlengesellschaft der I. G. Farbenindustrie die kleine Grube verleidet. Das angrenzende Grubenfeld der Gebrüder Reinhardt, die keinen Erben für Ihren Betrieb hatte, wurde mit den Eigentümern übernommen. Herr Willy Reinhardt leitet mit beispielhafter Gewissenhaftigkeit das Werk bis Kriegsende, sein Bruder Arno führte eine von uns modern eingerichtete neue Aufbereitung. Umfangreiche Aufschlußarbeiten lieferten teilweise erst nach jahrelangem Suchen größere Flußspatvorräte. Die Grube wurde am 22.07.1948 von der Landesregierung Thüringen "in das Eigentum des Volkes" überführt und liefert noch heute Flußspat.
 
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