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Betriebsperiode 1930-1945, Firma Franz Reinhardt
1930 hat der Bergwerksdirektor Graf von Geldern-Egmond sein Amt als Repräsentant der Gewerkschaft Prinz Carl - Verwaltungssitz Ilmenau - niedergelegt. An seine Stelle ist Dr. Lehmann bestellt worden. Die Durchsatzleistung der Aufbereitung war vom 1. Januar 1932 bis 31. Juli 1936 wie folgt:
    1932 9.124,00 t
    1933 7.020,00 t
    1934 8.673,00 t
    1935 9.195,00 t
    1936 5.292,00 t
Das Grobmehl III kam zunächst auf Halde und von 1936 bis 1937 kam ein großer Teil davon zum Versand. In den Jahren 1932 und 1933 wurde außerdem für die Firmen Gebr. Messerschmidt, Oehrenstock Schumann, Gehren Wolf Netter Flußspat mit aufbereitet. Die Gewerkschaft Prinz Carl war von 1936 - 1938 in Auflösung. In dieser Zeit wurde ein großer Teil der Aufbereitungsanlage an die Rüterswerke in Lengenfeld/Vogtl. verkauft. An die Fa. Gebr. Messerschmidt, Oehrenstock verkauft man die Mühlenanalge für RM 300,00 und ebenfalls die Trockenanlage. Aufbereitung am Löfflershammer Auch die Feldbahn wurde 1936 abgebaut und verkauft. 1938 wurde die Gewerkschaft Prinz Carls von der "Reichswerke -Aktiengesellschaft für Erzbergbau und Eisenhütten Hermann Göring" übernommen. Auch die Fa. Reinhard i Schortetal verkauft ihr Grubenfeld, Grundstücke und Gebäude nebst Anlagen, außer Wohnhaus und Aufbereitung, an die Reichswerke für RM 60.000,00 . Diese Firma besaß eine Braunstein- und Schwerspatmühle im Schortetal, wo von 1881 bis 1915 Braunstein gemahlen wurde. Auch waren sie im Besitz des Grubenfeldes Volle Rose. Dieses Grubenfeld geht vom Schorte- bis Wildtal und grenzt an das Grubenfeld Michael an. Als Franz Reinhardt am 27. Mai 1894 mit 37 Jahren verstarb, übernahm seine Ehefrau Thecla Reinhardt diesen Betrieb. 1901 war die Firma in einen Syndikatsvertrag mit der Mathildenhütte / Harz eingebunden. Als Lieferquote waren 560,00 t Flußspat jährlich festgelegt. An die Mühle wurde eine naßmechanische Aufbereitung angebaut und somit war die Firma ein Konkurrenzbetrieb von Oscar Prieger. Das Grubenfeld lag sehr günstig, die Entfernung von der Grube zur Aufbereitung betrug 800 - 1000 m. Man begann auf der Schortetalseite mit dem Oberen Stollen. Verwaltungsgebäude am Löfflershammer Als der über diesem Stollen liegende Gangbereich ausgeerzt war, wurde der Straßenstollen aufgefahren und der Gangabschnitt zwischen Oberen Stollen und Straßenstollen abgebaut. Der Transport der Grubenförderung zur Aufbereitung und die Fertigerzeugnisse zum Bahnhof Grenzhammer, wurde mit Pferdefuhrwerken durchgeführt. Der Straßenstollen liegt an der Straße vom Grenzhammer zur Voglers-Schneidemühle (Schwarzburger Schorteweg). Als letzter Stollen wurde von der Fa. Reinhardt der Talstollen Volle-Rose aufgefahren. Im Jahre 1937 verstarb Frau Thecla Reinhardt und den Betrieb übernahmen ihre beiden Söhne - der Kaufmann Willy Reinhardt und Ing. Arno Reinhardt. Als die Firma am 13. April 1938 an die Reichswerke verkauft wurde, hat man Willy Reinhardt als Werkdirektor und Arno Reinhardt als Aufbereitungsleiter eingesetzt. Man begann 1939 den ca. 10 m langen, 1934 von der Fa. Messerschnitt & Schumm begonnenen Talsstollen im Grubenfeld Gottessegen am Lindenberg weiter aufzufahren. Grubenbelegschaft Reinhardt am 'Straßenstollen' Nach Beendigung des Vortriebes wurden zwei Abbaue eingerichtet. Das Haufwerk wurde aus dem Volle-Rose-Stollen und dem Gottessegen-Stollen in Hunten per Handförderung zu den Bunkern neben der Reinhardtsmühle transportiert. Die Entfernung von den Abbauen Volle-Rose-Stollen bis zur Bunkeranlage betrug 1.200 m. Die Entfernung von den Abbauen des Gottessegen-Stollens zur Bunkeranlage betrug 900 m. Da nach dem Zusammenschluß die Aufbereitungsanlage von Prinz Carl nicht wieder einsatzfähig war (wegen Fehlens der Maschinen), wurde als Übergang bis zur Fertigstellung der Aufbereitung am Löfflershammer, der Flußspat in der Aufbereitung der Fa. Reinhardt (Reinhardtsmühle) aufbereitet. Da die Verladebrücke an der Aufbereitung am Löfflershammer aus Holz war und der Transport der Grubenförderung in Zukunft mit LKW geschehen sollte, hat man erst eine Verladerampe und 1940 eine Verladebrücke aus Beton gebaut. Ab 1944 bis zum Zusammenbruch des Naziregims 1945 wurde der Schorte- Schacht bis auf 28 m geteuft.
 
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