|
Entwicklung nach 1921
Selbst weitere Vorrichtungsarbeiten sind für die heutige Erzeugung nicht erforderlich, weil das in Michael aufgeschlossene Mittel noch für zwei Jahre ausreichen würde.
Soll die Produktion erheblich vergrößert werden. so reicht der Pfeiler in Michael nicht aus.
Es empfiehlt sich nicht, auf das Vorkommen in Prinz Carl zurückzugreifen, weil es zu abgelegen ist und keinen billigen Abtransport bietet. Es wird der tiefe Michaelstollen weiter aufzufahren sein, um mit ihm das neue Mittel aufzuschließen.
Auf Prinz Carl wird man trotz der günstigen Aufschlüsse erst in späterer Zeit mit dem Abbau beginnen. Desweiteren wird eine neue Aufbereitungsanlage geschaffen werden müssen und schließlich werden die Schienen und Schwellen der bestehenden Feldbahn, die nach Angabe des Grafen von Geldern für einen starken Betrieb zu schwach sind, durch stärkere ersetzt werden müssen.
Der Umbau der Feldbahn würde ca. 400.000,00 M kosten.
Obersteiger Hinze aus Steinbach b. Bad Liebenstein berichtet am
4. Januar 1922 über die Ilmenauer Gruben des Grafen von Geldern.
Hinze war der Ansicht, daß das Ilmenauer Material leicht und billig zu gewinnen ist.
Durch den Zukauf mehrer Felder hat Ilmenau einen Versand wie Fluor-Steinbach und Reinhardt Ilmenau in einem Jahr zusammen.
Die Grube Michael hat hochwertige weiße Qualitätsware, aus welcher bedeutend billiger als bei Fluor-Steinbach 50 % prima Ware herauszuziehen ist.
|